Einflußfaktoren auf ein erhöhtes Körpergewicht

Veröffentlicht am 5. Jänner 2026 um 11:53

Betablocker

senken als Nebenwirkung unter Umständen den Grundumsatz um 5 - 10%

 

Psychopharmaka

manche dieser Medikamente wirken sich aufgrund Ihres Wirkmechanismus auf den Gehirnstoffwechsel aus und somit auch auf das Appetit- & Sättigungszentrum. 

 

Cortisonpräparate

führen bei langfristiger Einnahme zu einer vermehrten Wassereinlagerung und einer Umverteilung des Körperfettgewebes und einer Gewichtszunahme

Beispiele wären bei chronisch entzündlichen Erkrankungen: Glucocorticoide wie Cortison & Prednisolon

 

Kontrazeption "die Pille"

enthalten Abkömmlinge des Hormons Progesteron allein oder in Kombination mit Östradiol

bei zusätzlicher genetischer Disposition kommt es zu einer Gewichtszunahme von 1 - 5%

 

Insulin & Antidiabetika

  • langjähriger Typ II Diabetes muss meist ebenso Insulin spritzen, da aber zusätzlich eine deutlich Insulinresistenz besteht muss eine vergleichsweise hohe Dosis Insulin gespitzt werden, was wiederum zu eine Gewichtszunahme begünstigt
  • Antidiabetika, wie beispielsweise solche der Wirkstoffklasse Thiazolidindione (Glitazone) führen zu einer verbesserten Insulinempfindlichkeit und senken somit den Blutzuckerspiegel; dies führt jedoch ebenso dazu, dass sowohl Muskel- & Leberzellen, als auch Fettzellen das Insulin besser aufnehmen, wodurch es zu einer Zunahme des Fettgewebes kommt
  • Sulfonylharnstoffe (Glibenclamid) sollen die körpereigene Insulinproduktion ankurbeln, allerdings verstärkt sich dadurch häufig die Insulinresistenz und fördert damit die Fetteinlagerung mit Gewichtszunahme

 

Schlafmangel

ausreichender Schlaf kann als Appetitzügler angesehen werden; schläft man jedoch zu wenig (weniger als sechs Stunden die Nacht) steigt das Adipositasrisiko

zu kurzer Nachtschlaf führt zu Veränderungen bei Neuropeptiden und im Hormonhaushalt:

  • geringere Glucosetoleranz
  • ausgeprägte Insulinresistenz
  • erhöhte Sympathikusaktivität
  • erhöhte Cortisolkonzentration (körpereigenes Cortison; siehe Hinweise auch oben)
  • Rückgang des Leptinspiegels (hat appetithemmenden Effekt) mit Ausbildung einer Leptinresistenz
  • Verminderung des Grundumsatzes
  • Anstieg von Ghrelin (hungerauslösender Botenstoff)